„Der eine neue Mensch“ (Eph 2) – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Moderation: Harald Eckert, CFFI-Vorstand)

Epheserbrief, Kapitel 2:

„Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und den Nahen; denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist.“

Am 7.11.25 fand im Rahmen der CFFI-Zeitenwendekonferenz am ersten Workshop-Nachmittag der Workshop „Der eine neue Mensch“ statt. Teilnehmer waren Asher Intrater (Jerusalem), Ariel Blumenthal (Jerusalem), Martin Fritzsch (Zwickau), Vladimir Pikman (Berlin). Moderator war Harald Eckert.

Die obige Bibelstelle aus dem Epheserbrief des Paulus war die Überschrift und die Mitte das Austauschs, der über etwa 2 Stunden ging. Zusammenfassend und im Rückblick gab es folgende inhaltliche Schwerpunkte:

Zeugnisse: Alle Gesprächspartner schilderten Passagen ihrer Biografie und an welchen Punkten ihnen die Offenbarung zum „einen neuen Menschen“ bewusster geworden und tiefer ins Herz gedrungen ist. Martin Fritzsch erzählte von Erfahrungen im Ringen um Einheit als Mitglied einer vorwiegend messianischen Gemeinde. Ariel Blumenthal erzählte von einigen Kernimpulsen, die ihn dazu veranlasst hatten, ein Buch zu diesem Thema zu schreiben. Es wurde ein sehr lebendiges, authentisches Gespräch.

Theologisches: Im Mittelpunkt der theologischen Überlegungen stand die Kirchengeschichte. Über den größten Teil der Vergangen 2000 Jahre mussten sich Juden von ihrem Judentum lossagen, wenn sie Teil der christlichen Kirche werden wollten. Heute erleben die Mehrzahl der messianischen Juden ihren Glauben als Jesus den Messias als die Krone und Erfüllung ihrer jüdischen Identität. Gleichzeitig wurde betont, dass es einen gereiften Charakter braucht, um in gegenseitiger Wertschätzung nicht zwischen Überheblichkeit und Minderwertigkeit die Kraft des Kreuzes und eines in Christus verborgenen Lebens zu verleugnen. Einheit in Unterschiedlichkeit war der gemeinsame Nenner.

Praktisches: Zusammenarbeit in konkreten Berufungen, Projekten und Aufgaben war für alle der Schlüssel zum Wachstum in das Geheimnis und die Vollmacht des „einen neuen Menschen“. Wichtiger als intellektuelle Erkenntnis ist die alltägliche Praxis. Als Problem wurde benannt, dass viele Christen aus der Völkerwelt wenig bis keine Gelegenheit haben, mit messianischen Juden konkret zusammenzuarbeiten.

Zusammenfassend war es ein sehr lebendiger, ehrlicher und inspirierender Austausch. Die Leitung des CFFI hat sich vorgenommen, die Beziehung zu und Zusammenarbeit mit den Vertretern des messianischen Netzwerkes TIKKUN, besonders in Israel und in Europa fortzusetzen und möglichst zu vertiefen. (Genau dies erfolgt seit der Konferenz auf verschiedenen Ebenen. Unter anderem auf einer Europa-Konferenz in Brüssel am 13./14.3.26; weitere Informationen: …)