Nicht erst seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 legen Medien und Organisationen einen doppelten Standard an Israel an. Mit der Fülle der Berichterstattung wurden in den vergangenen zwei Jahren die falschen Narrative von Israel als „Kolonialmacht“, „Apartheidsregime“ und „Völkermörder“ weiter verbreitet. Die Sozialen Medien unterstützen den Trend. Diese Doppelmoral erkennen, widerlegen und richtigstellen zu können – darum ging es in einem der zweiteiligen Workshops beim Zeitenwendekongress 2025.
Ein paar Schlaglichter:
- Allein der gebräuchliche Begriff „Gaza-Krieg“ ist irreführend, weil er ausblendet, dass auch in Israel Krieg war. Hätte Israel nicht gleich zu Beginn Hunderttausende Israelis aus Kriegsgebieten evakuiert, sondern sie nach dem Vorbild der Islamisten sogar an der Flucht gehindert, wären allein im Norden des jüdischen Staates Zehntausende gestorben.
- KI-Chatbots wie Chatgpt behaupten auf Nachfrage zunächst, Israel begehe einen Genozid am palästinensischen Volk. Fragt man genauer nach, ermittelt der gleiche Chatbot anhand von Fakten, dass der Vorwurf abwegig ist. Nie hat es in einem vergleichbaren Konflikt mit urbaner Kriegsführung so wenig zivile Tote im Verhältnis zu getöteten Kombattanten gegeben. Nie wurde so viel investiert und riskiert, um Zivilbevölkerung auf feindlichem Gebiet zu schützen. Am Ende erklärt die KI selbst ihre anfängliche Fehleinschätzung: Weil sie nicht zuerst aufgrund von Fakten antworte, sondern aufgrund der mehrheitlichen Einschätzung sogenannter „Menschenrechtsorganisationen“, die wiederum Israel mit Doppelmoral begegnen.
- Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man sich informieren kann. Neben hochwertigen christlichen Anbietern, die mit Ständen auf dem Kongress vertreten waren, sind unter anderem folgende Seiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten einen Besuch wert: mena-watch.com, mideastfreedomforum.org, auf Englisch memri.org, palwatch.org, impact-se.org.
- Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, niemals das Ende der Informationskette zu sein. Während Israelfeinde von früh bis spät ihren Hass versprühen, sind Israelfreunde zurückhaltender. Lasst uns im neuen Jahr Antisemitismus nicht nur beobachten, sondern bekämpfen, Informationen nicht nur konsumieren, sondern weitergeben, Veranstaltungen für Israel nicht nur besuchen, sondern selbst organisieren! Lasst uns in unseren Leserbriefen und Postings freundlich, aber klar und laut sein! Lasst uns bei proisraelischen Demonstrationen friedlich, aber zahlreich und furchtlos sein!
Carmen Shamsianpur ist Islamwissenschaftlerin, Historikern und Israelbeauftragte des internationalen TOS Werks. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern bei Tübingen. Kontakt: carmen.shamsianpur@gmail.com
