Es war ein außenpolitisches Leitprinzip der BRD seit 1949 und eine überparteiliche Konstante der deutschen Politik, dass Deutschland eine historische Verantwortung für die Existenz des jüdischen Staates und seine Verteidigungsfähigkeit hat. Der BegriI der »Staatsräson« bringt das Bewusstsein zum Ausdruck, dass die Sicherheit Israels zugleich im nationalen Interesse Deutschlands ist. Der Vortrag verdeutlichte, wie das Bewusstsein für die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel in den letzten 20 Jahren unterwandert und die Sicherheit des jüdischen Staates aus dem nationalen Interesse verdrängt wurde. Aus Demut und Schuldbewusstsein wurde zunehmend Anmaßung, die israelische Politik zu bewerten und zu kritisieren. Mit dem Drängen auf eine Zwei-Staaten-Lösung, dem Atomdeal mit dem Iran und der Finanzierung von UNRWA stärkte die deutsche Politik die Feinde Israels. Mit seinem Abstimmungsverhalten in der UN bringt sich Deutschland als Freund Israels ins Aus. Und das WaIenembargo im August 2025 schwächte maßgeblich Deutschlands Stimme für Israel in der EU.
In der Diskussion mit den Teilnehmern des Workshops bildeten sich drei Gebetsgruppen mit den Schwerpunkten:
- Israel-Gebetskreise für unsere politische Führung in den Kirchen und Gemeinden
- Als Christen hörbar und sichtbar werden für die Politik und in den Medien
- Initiierung eines Jerusalem Prayer Breakfast in Berlin.
Abschließend betete die Gruppe für eine neue Generation junger Christen, die Politik biblisch fundiert denken und Verantwortung für unser Land und für Israel übernehmen. Wo als Begründung für die Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson unsere historische Verantwortung nicht mehr zählt, zählt zunehmend nur noch die biblische Begründung für die heilsrelevante Stellung Israels in der Weltgeschichte und für unser Schicksal als deutsche Nation. Als Christen tragen wir die Verantwortung, dass Deutschland Segen und Fürsprecher für Israel ist gegen den Rest der Welt.
Von einigen der Teilnehmer wurde im Nachgang vor allem das Interesse an einem Jerusalem Prayer Breakfast in Deutschland bekräftigt. Dieses Anliegen wird weiterverfolgt und dafür Kontakte gesammelt.
Die Präsentation zum Vortrag ist unter https://buendnis-c.de/israel-und-die-deutschestaatsraeson-2-6867/ abrufbar.
Karin Heepen
